Was sind Wasseradern

Wasserader - Brunnensuche und Brunnenbau

So sieht eine "Wasserader" aus

Allgemein werden Wasseradern für unterirdische Bäche gehalten, das stimmt jedoch nur in ganz seltenen Fällen. Meist ist eine Wasserader nur eine einfache Gesteinskluft. Ein Hohlraum, der je nach Tiefe des Grundwasserspiegels, mit Wasser gefüllt ist. Der Rutengänger findet also keine unterirdische Quelle, sondern er findet eine mit Wasser gefüllte Gesteinskluft oder Verwerfung.

Der Brunnen

Brunnen und deren Grundwasserschluss durch Gesteinsklüfte (der weiße Punkt markiert Brunnen, aus denen Wasser entnommen werden kann)

Wir brauchen für ein funktionelles Brunnenloch die Klüfte in der Erde, da nur dort gewährleistet ist, dass durch die wasserführenden Risse sich ein Brunnen nach dem Ausschöpfen schnellstmöglich wieder füllt, in der Regel innerhalb von 24 Stunden.

Geo- und Baubiologische Expertisen

Wissenschaft der Hydrogeologie, sowie Begutachtung von Bauschäden in Optimierung alternativer Vorgehensweisen!

Unser Mitglied, Diplom Geologe Dr. Steffen Schweikardt, ist unser Fachmann für Wassererschließung und Brunnensuche, sowie für Gutachten zu Keller- und Grundstücksvernässung, Mauerschäden durch geologische Problematik,  Probebohrungsauswertungen von Grundstücken und Bauplätzen, Geothermie und mehr     Der Link zur seiner Internetseite

Information zu Brunnensuche und Brunnenbau

Abgedeckter Brunnenschacht mit sogenannter Handschwengelpumpe
Abgedeckter Brunnenschacht mit sogenannter "Handschwengelpumpe"

Nur wenn der Brunnensucher den Bohrpunkt in eine Gesteinskluft niederbringt, kann sich der Wasservorrat nach dem Ausschöpfen schnell wieder ergänzen. Wir brauchen die Klüfte als Wasserzuführung, diese Stellen müssen in einem Grundwasser gesättigten Bereich liegen.

Die Suche nach geeigneten Stellen zum Errichten eines Brunnens ist wohl eine der ältesten Tätigkeiten des Rutengängers.

Im Brunnenbau werden zwei Bauformen von Brunnen unterschieden, der Schacht- und Bohrbrunnen. Bei einem Schachtbrunnen wird mit einem Bagger ein bis zu 6 m tiefer Erdaushub vorgenommen. Der Brunnenausbau erfolgt mit Schachtringen aus Beton. Vorteil dieser Bauart ist der große Wasservorrat im Kessel selbst und außerhalb der Schachtringe. Ein Bohrbrunnen ist, wie der Name schon sagt, erbohrt. Der Brunnenausbau erfolgt mit einem perforierten Kunststoffrohr. Es ist möglich, größere Tiefen zu erreichen. Allerdings ist auch hier die Tiefe durch die mechanische Förderung des Wassers von Hand mit einer Tiefe von maximal 7 m limitiert. Eine Förderung mit motorgetriebenen Pumpen ist zwar noch aus größeren Tiefen möglich, allerdings vom Gesetzgeber ohne Genehmigung nicht erlaubt. Zu einem Bohrbrunnen gehört auch der vor allem in Norddeutschland bekannte Schlagbrunnen, bei dem einfach ein Rohr durch Schlagen in den Untergrund vorgetrieben wird.

Wichtig für das Errichten eines Brunnens ist die Kenntnis über den Untergrund des Geländes. Vor allem im Süddeutschen Raum weicht die Wasserergiebigkeit von der vorherrschenden geologischen Situation erheblich ab. Daher empfehlen wir, je nach Umfang des Projekts, eine Probebohrung durchführen zu lassen.

Das Wasser aus einem Brunnen sollt stets auf seine chemischen Bestandteile (z.B. durch einen Apotheker) untersucht werden.

Die Kosten für einen Brunnenbau, durch eine entsprechendes Unternehmen, belaufen sich beim Schachtbrunnen auf zirka 400.- bis 600.- € pro Tiefenmeter und bei einem Bohrbrunnen auf zirka 100.- bis 250.- € pro Tiefenmeter, je nach Durchmesser (meist 120 bis 400 mm) der Bohrung.

Rutengehen und Wissenschaft

Meine Berufsauffassung als Geowissenschaftler und Rutengänger: Gerade als realistisch geprägter Akademiker stehe ich voll hinter dem Wissen und den Möglichkeiten der Rutengänger. Ich hatte viele Erlebnisse, die mir zeigten, dass sich mit den über die Jahrhunderte entstandenen Erfahrungen der Rutengänger die Trefferquoten beim Wassersuchen, gegenüber rein wissenschaftlichem Vorgehen, erstaunlich erhöhen. Es gibt Merkmale in Natur und Fauna, die auf die Untergrundbeschaffenheit in der Erde hindeuten - man muss diese nur kennen. Wissenschaft und die manchmal unberechtigt verworfene Erfahrungskunde lassen sich bei genauerem Hinschauen sehr gut miteinander verbinden. Das sage ich als Geologe.

Ihr Dr. Steffen Schweikardt

Wasserader?

Ein Missverständnis

Nur dort, wo Hohlräume sind, kann sich Wasser im Untergrund sammeln. Wasser in der Baugrube deutet nicht automatisch auf einen stark mit Erdstrahlen belasteten Baugrund hin. Von Alters her gilt die Auffassung: "Wo Wasser im Boden ist, werden die Leute krank." Der Volksmund sagt: "Man liegt auf Wasser"! Der Zusammenhang besteht natürlich schon, nur ist es ein rein theoretischer. Hier irrt der Volksmund: Das Wasser im Erdreich macht uns nicht krank. Wasser folgt nur den Klüften und Rissen in der Erde. Den gesundheitlichen Verlust bekommen wir durch die "Erdstrahlung" die an den Klüften wirksam ist, ob mit Wasser gefüllt oder nicht. Nur die Symptome und die Krankheiten bei uns Menschen sind bei trockenen Klüften anders als bei Wassergefüllten. Das Wasser als Element hat gar nichts mit dem was man "Erdstrahlen" nennt zu tun.

Die Menschen früherer Zeiten waren auf das Wasser im Untergrund angewiesen, sie suchten mit ihren Ruten nach einer geeigneten Stelle, um einen Brunnen zu graben. Also, man fing dort an zu graben, wo es eine Reaktion der Wünschelrute gab. Irgendwann kam in der Erde eine Gesteinsbank. Dort sah man die Klüfte. Man holte die Steine so nach und nach heraus, und plötzlich drückte Wasser durch eine Kluft in die gegrabene Vertiefung. "Da ist eine Wasserader", so rief der Grabende nach oben. Er sah wie sich die Gesteinskluft zur Wasserader entwickelte. Er brachte also die Gesteinskluft in Verbindung zu einer Wasserader. Der Begriff „Wasserader“ ist somit nicht mit den Adern unserer Blutbahnen zu vergleichen. Es gibt auch keine unterirdischen Bäche, die einem Kanalisationsrohr ähneln.

Fallbeispiel

In einer Gemeinde wurde ich von Mitarbeitern des Geologischen Landesamts gebeten Wassertiefen zu bestimmen. Es handelte sich um ein zukünftiges Neubaugebiet das dem zuständigen Geologen zwecks der Hangrutschung schon große Sorgen bereitete. Als man jetzt daran ging die Kanalisationsrohre zu verlegen geschah es, dass beim Aufbaggern in geringer Tiefe bereits Grundwasser in den Graben floss. Die Sorge war folgende: Wenn es während der Grabung öfters zu Wassereinbrüchen käme, müsste man von Anfang an Drainagerohre und zusätzliche Ablaufrohre verlegen.

Das kostet viel Geld und wenn der Fall nicht eintritt wären die Maßnahmen unnötig gewesen. Für geologische Probebohrungen war die Zeit zu knapp, da der Bautrupp schon in den Startlöchern stand. Jetzt kam man auf die Idee sich schnell an unseren Verein zu wenden. Als ich an der Baustelle eintraf hatte man das Loch mit dem Wassereinbruch schon wieder zugeschüttet, man wollte mich wohl testen ob ich überhaupt Wassertiefen bestimmen kann. Als ich dann sagte, dass sich der Grundwasserspiegel bei genau drei Meter Tiefe befinden würde staunten die umstehenden Leute doch sehr, und sie begannen meinen Aussagen zu vertrauen.

Nun konnte ich die Verantwortlichen der Baustelle beruhigen und ihnen sagen, dass der Grundwasserspiegel nur an dieser Stelle so knapp unter der Oberfläche verläuft, an allen anderen Stellen sei er wesentlich tiefer. 12 bis 70 Meter waren meine Mutungen und die haben sich nachträglich auch alle bestätigt. Da die Kanalisationsrohre nur auf eine geringere Tiefe als meine Angaben waren verlegt werden sollten, konnten die Bauleute loslegen und die befürchteten teureren zusätzlichen Maßnahmen unterlassen.

Es wäre eine Blamage gewesen, wenn ich mich hier geirrt hätte. Natürlich bin ich dann auch gleich am ersten nachfolgenden Sonntagmorgen dort hingefahren und habe nachgesehen ob Wasser in der Baugrube ist. Aber, dass ich mit meinen Mutungen absolut Recht hatte, sah ich an den abfallenden Gesteinssedimentschichten, die beim Aufbaggern gemäß meinen Angaben zutage kamen.

Später erzählten mir die Leute von der Bauleitung, dass die Gemeinde durch mich viel Geld einsparen konnte.

Die restliche Bestätigung für die Richtigkeit meiner Rutengängerischen Tiefen-Mutungen bekam ich ein Jahr später. Selbst die 70 Meter, die in meinen Angaben vorkamen waren richtig, das erwies sich bei meiner Suche nach einem Brunnen. Ein Hausbesitzer wollte sich einen Brunnen graben lassen und bat mich um die Wassermutung. Sein Hausgrundstück lag genau dort, wo ich damals in drei Meter Tiefe Grundwasser geortet hatte. Ich zeigte dem Mann die beste Stelle für seinen Brunnen und sagte: Wenn Sie hier vier bis fünf Meter tief graben, haben Sie ein funktionelles Wasserreservoir, da sich schon in drei Meter Tiefe der Grundwasserspiegel befindet. Nun kam bei meinem Kunden aber doch etwas Zweifel auf ob ich wohl Recht hätte. Er erzählte, dass er zwar schon sehr gerne einen Brunnen hätte, aber ein Nachbar einige Häuser weiter habe ihn davor gewarnt. Derjenige ließ für seine Wärmepumpenheizung ein 150 Meter tiefes Loch bohren, um darin die Erdwärmesonde unterzubringen. Bei der Tiefenbohrung stellte sich heraus, dass es dort erst in 70 Meter Tiefe Wasser gibt. Nachdem mein Kunde seinen fünf Meter tiefen Brunnen angelegt hat, stand dort - gemäß meiner rutengängerischen Mutung - das Wasser bei drei Meter Tiefe!

Noch ein Teil der Geschichte:

Jetzt machte das Gerücht in dieser Gemeinde die Runde, dass dieses Baugebiet durch einen Rutengänger auf Wasseradern untersucht wurde. Die Meinung der dortigen Bewohner ist sogar die: Dass es gut so sei, wenn man doch endlich mal draufkommt wie wichtig die Sache für die Gesundheit der Bewohner ist. - Doch leider stimmt das so nicht, weil ich nicht dort war, um den gesundheitlichen Aspekt dieses Baugebietes zu bestimmen, sondern einfach nur um für die Gemeinde Geld einzusparen. Oder glaubt vielleicht jemand, man hätte die Bebauung gestoppt, nur weil dort viele schlimme Wasseradern sind die krank machen könnten?

Zum Thema "Wassersuche" können Sie noch diesen weiteren Artikel lesen!

Bauschaden durch Verwerfung

An der Haustür klingelnd und schon etwas Selbstmitleid im Gemüte, stand ich vor einem Kinderheim. Mir ging durch den Kopf, wenn ich da 30 oder noch mehr Kinderbetten untersuchen muss, so wird das heute ganz schön anstrengend. Dem war dann aber nicht so, weil die Heimleitung eigentlich nur wissen wollte, ob es unter dem Haus eine Verwerfung gibt. „Gleich hier, durch Ihr Büro läuft eine starke Störzone“, sagte ich, und ohne meine Wünschelrute zu benutzen, zeigte ich den Leuten der Heimleitung wie die Verwerfung verlief. Es wurden Bleistifte und Lineale auf den Büroboden gelegt, diese sollten als Markierung für meine angegebene Verwerfungslinie dienen. „Eigentlich hätten wir ja schon gewusst, dass es eine geologische Bruchkante ist, die unser Haus beschädigt hat, wir wussten nur nicht wo die sich befindet“, erzählten mir die Leute. Weiter meinten sie: „Wir wollten nur noch eine Meinung von einem kompetenten Rutengänger haben, deshalb holten wir Sie zu uns“. Dann erfuhr ich, dass die Leute von einem Ingenieurbüro physikalische Messungen vornehmen ließen, da das Haus große Risse in der Fassade zeigte. Ein Bauschaden, und man mich in diesem Fall gar nicht mehr gebraucht, der Fall war klar: das Problem war eine geologischen Störung im Untergrund. Als man mir das Gebäude von außen zeigte, stellte sich heraus, dass genau an der von mir allein mit meinem Erdstrahlen-Gespür gefundenen Störung, zwei Risse von unten bis oben durch die Fassade verliefen. Auf beiden Giebelseiten, und natürlich genau dort wo meine innerhalb des Hauses gefundene Störzone durchlief.