Rutengängerprüfung

Rutenleute und Rutenleute - verschiedener geht´s nicht!

Liebe Besucher dieser Homepage,

für dieses Kapitel benötige ich einige Worte der Einführung:

Seriöse Rutengänger leiden unter einer Schräglage, die sich in der Rutengängerei immer mehr verbreitet! Um Ihnen dieses Branchen-Problem nahe zu bringen, bedarf ich einer leichten Art der Polemik – ich hoffe der Leser hat dafür Verständnis – es lässt sich einfach nicht anders sagen.

Sicher bin ich mir bewusst, dass einer der im Glashaus sitzt nicht mit Steinen werfen sollte, jedoch erlaube ich mir eine gewisse Kritik an einigen meiner „Kollegen“. Ich will ja keinen beschimpfen oder herabsetzen, ich sorge mich nur um den Stand der Ernsthaftigkeit des Rutengehens!

• Die folgenden Titel und Bezeichnungen haben Sie bestimmt schon öfters mal im Internet gelesen:

"Sachverständiger der Radiästhesie"

"Ruten-Meister" / "Ruten-Meisterin"

"Geprüfter Rutengänger"

"Prüfungen zum Rutengehen"

• Sind die Urkunden und die Diplome zu bestandenen Prüfungen zum Wünschelrutengehen überhaupt das Papier wert auf dem Sie geschrieben stehen?

Liebe Leserinnen und Leser, so wie Sie sich eine Prüfung vorstellen, ist es beim Wünschelrutengehen natürlich nicht!

Ernsthaftes oder Sinnvolles hat es hierzu noch nie gegeben; wenn´s denn auch noch so oft behauptet wird!

Eine Prüfung zur Qualität der Arbeit mit einer Wünschelrute würde überhaupt keinen Aussagewert besitzen!

Selbst "Lehrer", die Rutengänger ausbilden, und sich zum "Prüfer" aufspielen, wurden selbst noch nie geprüft!

• Wichtig für den Laien: Die Fähigkeit und das Talent eines Rutengängers kann nur an seiner Arbeit vor Ort erkannt und bewertet werden – der Prüfer ist immer nur der Ratsuchende selbst; also: "Sie liebe Laien".

Auf Dokumenten, die Qualifikation für Wünschelrutenkönnen zeigen sollen, geht es immer nur um Aufmerksamkeitsringen zwecks Kommerzes. Firmen, Vereine und auch Einzelpersonen geben sich hierzu den Staffelstab der Angeberei nahtlos weiter. Ernsthaftigkeit sucht man hier vergebens!

"Berufsverband der Wünschelrutengänger und Geobiologen"! Von so was wird natürlich gerne geschrieben - ist aber abstrus und schon gar nicht gesetzlich (wie´s ja scheinen soll), oder wenigstens gesellschaftlich hinterlegt. Es ist eine Blendung des Laien! Damit will man Propaganda zu irgendwelchen Verkaufsabsichten oder sonstigen Geschäftsideen machen.

Zwischendurch eine Info an unsere Seminarteilnehmer!
Bei uns im Verein bekommt jeder der ein Seminar besucht eine "Teilnahmebescheinigung"! Diese hat das Prädikat, dass es sich um eine seriöse Ausbildung handelte, die weder auf Abschirmungsverkäufe noch auf organisiertes Geschäftstreiben gründet. Zudem, und das können wir ernsthaft sagen, besitzt unser System zur "Suche nach dem Guten Platz" einen zustimmenden Ruf in unserer Gesellschaft - der Name "Rutengängerverein Süd" ist das Markenzeichen des Guten Platzes!

Sachverständiger der Radiästhesie

Ebenso könnte man auch schreiben:

"Sachverständiger für Elfengesang"

Wie sollte man denn dazu einen Wissensstandard festlegen? Das Feingespür zu den sogenannten Erdstrahlen kann man nicht mit Prüfungen beurteilen! Man könnte höchstens bei den angeblichen "Prüfungen" nach dem Geburtstag des Freiherrn von Pohl oder nach sonst einem prominenten Menschen der Rutengängergeschichte fragen - und vielleicht auch noch dieses Rätsel lösen lassen: "Was ist der Unterschied von einem Brunnen und einer Waschmaschine"? Nicht jedoch mittels Prüfung die Fähigkeiten zur "Suche nach dem Guten Platz" bewerten.

Kein Zeichen von Kompetenz:

Die oft aufwendigen schriftlichen Protokolle, die manche Rutenleute auf vielen DIN A4 Seiten und mit noch mehr Worten für ihre Kunden verfassen sind paradox; oder besser gesagt: "wertlos"! Man will damit nur zeigen was man so alles drauf haben könnte; "will damit nur angeben"! Ob dann deren "Vermutungen" überhaupt den Tatsache entsprechen ist sehr oft fraglich!

Zeichnungen der natürlichen Störzonen jedoch, die sind unerlässlich, doch wären so manche "Fachleute der Wünschelrute" besser beraten, wenn sie keine Indizien am "Tatort" hinterlassen würden! Die Ratsuchenden holen sich in aller Regel eine zweite Meinung ins Haus - und dann fällt halt so manches auf.

Zum Elektrosmog natürlich, da darf man schon einige Worte und Zahlen aufschreiben - hier kann man ja mit "wissenschaftlichen Geräten" messen.

 

• Die Rutenleute im Allgemeinen sollten sich endlich mal bewusst werden, dass die Ratsuchenden sich gerne eine zweite, oder gar dritte Meinung zu ihren Störzonen (Wasseradern & Co.) machen lassen. Vor allem dann, wenn sich der gewünschte Erfolg nicht einstellt - oder die Situation gar noch schlechter geworden ist als vor dem Besuch der "Fachleute von Wünschelrute, Tensor und Pendel"!

Auch so etwas gibt´s

Neulich rief mich jemand an und wollte am Telefon wissen, was eine Wohnungsbegehung kostet. Es hat eine kurze Weile gedauert, bis ich erfuhr, um was es geht. Er sagte: "Sie sind doch Mitglied im Rutengängerverein Süd und deshalb möchte ich Sie fragen, was diese Dienstleistung kostet." Nun erklärte er mir, dass er auch mit der Wünschelrute laufe und er wolle das Rutengehen als Nebenjob machen! "Haben Sie denn eine Ahnung von der Sache und wo haben Sie gelernt," fragte ich ihn. Was ich dann hörte haute mich doch glatt um. Sein Geschäftskollege sei Hobbyrutengänger und er hätte ihm im Geschäft, in der Vesperpause, den Umgang mit der Wünschelrute erklärt, er wisse jetzt alles, nur was er an Geld verlangen könnte, wollte er noch wissen.

Na toll, wenn so einer auf die hilfesuchenden Menschen los geht!

Das verschiedene Gedankengut der "Erdstrahlenleute"

  • Der feinfühlige Rutengänger mit Realitätsverstand: Der ist uns der Liebste. Der ist der einzige, der sich das Rutengehen ernsthaft zum Beruf machen kann, ohne aus Scharlatanerie dubiose Verkäufe machen zu müssen.

Hier die Übersicht in der Zunft:

  • Der Freizeit- und Gelegenheitsrutengänger: Ist vielfach ein guter Brunnensucher und manchmal auch ein passabler Störzonen-Finder, vorausgesetzt er ist sich seiner Verantwortung beim Bettenumstellen bewusst.
  • Der Feierabend-Rutengänger: Zielt auf jeden Fall zuerst auf seinen Nebenverdienst ab und dann erst auf die richtige Arbeit.
  • Der übertreibende Geheimgelehrte: Pendelt und wünschelt, was das Zeug hergibt und findet "alles", was ihm gerade so einfällt. Ob es sinnvoll ist oder nicht, ist für ihn belanglos. Hauptsache alles ist sehr mystisch!
  • Der "Wünschelruten-Physiker": Arbeitet nach einem pseudowissenschaftlichen Leitgedanken. Er praktiziert mit Grifflängentechnik und nennt das Ganze "Physikalisch". Wenn er den "Guten Platz" findet, hat das eher Zufallscharakter.
  • Der abschirmende und neutralisierende Rutengänger: Erfindet und bastelt im stillen Zimmerchen seine Wundergeräte gegen "Erdstrahlen" und übersieht, dass alles nur der eigene Wunschgedanke (Placebo) ist.
  • Der Baubiologe: Manche dieser Leute arbeiten ausschließlich nur mit Messgeräten und vergessen, dass es heutzutage noch keine funktionellen Möglichkeiten gibt, die "Erdstrahlen" technisch aufzuspüren.
  • Der reisende Vortragsrutengänger: Zieht von Stadthalle zu Stadthalle, versprüht große Kompetenz und trachtet nur danach, anschließend bei den Kunden daheim irgendwelche Matten oder Geräte zu verkaufen. Die teuren Zeitungsannoncen müssen mit Umsatz finanziert werden, der "Gute Platz" bleibt auf der Strecke.
  • Der Verbands- und Vereinigungsrutengänger: Hat meist ein Soll zu erfüllen! Er hat den "Ehrenkodex" seines Vereins oder die Lizenz eines Geräte- oder Mattenherstellers und darf nur einschlägig empfohlene Neutralisationsartikel seiner gut getarnten Verkaufsorganisation an den Mann bringen. Er wird den Kunden lieber Matten und Geräte verkaufen, als, dass er viel Wert auf die Suche nach einem "Guten Bettplatz" legt.